Kälte - Michael Northrop

Deutsches Cover
Englisches Cover

Titel: Kälte 
Broschiert: 6,95€
Verlag: Loewe
Seiten: 256

Engl. Titel: Trapped 
Gebunden: 14,99€
Taschenbuch: 7,99€


Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird. Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank und plötzlich geht es ums nackte Überleben.


"Kälte" klang für mich nach dem idealen Buch für diese Jahreszeit, von daher habe ich mich gleich mal ans Lesen gemacht und es kommt tatsächlich teilweise noch kältere Stimmung als draußen auf. Leider nicht unbedingt im positiven Sinne. 
Ein Schneesturm ist ausgebrochen und es wird gewarnt sich nicht mehr draußen aufzuhalten. Sieben Jugendliche haben es nicht mehr nach Hause geschafft und sind in der Schule eingeschlossen, in der sie während des 7 Tage dauernden Sturms eine Möglichkeit finden müssen zu überleben, für Essen zu sorgen und vor allem die Kälte zu vertreiben.
Was vom Inhalt her nach einem Thriller klingt, ist leider in Wirklichkeit um einiges weniger dramatisch als es scheint. Ja die Schüler sind in der Schule eingeschlossen und ja, natürlich kommt erst mal Panik auf, aber für jedes Problem, was im Laufe der Tage auftritt, finden die Schüler immer sofort eine Lösung. Und ich meine wirklich SOFORT. Man hat gar keine Zeit sich Sorgen zu machen, ala, 'hm, ob die das jetzt wohl wirklich schaffen' oder 'oh, wie wollen die denn dieses Problem bloß lösen'. Sobald irgendeine Schwierigkeit auftritt, schwupps ist sie auch schon gelöst. 

Auch das es sich in dem gesamten Buch immer nur um ein einziges Ereignis dreht (Schnee, immer wieder Schnee) und es immer die gleiche Kulisse ist (ausschließlich die Schule), lässt nicht wirklich Spannung oder viel Abwechslung zu.

Die Liebesgeschichte die mehr so nebenbei abläuft und gar keine wirklich Liebesgeschichte ist, sondern mehr so ein bisschen Geplänkel und Geflirte, trägt auch nicht wirklich zur Spannung oder dem Unterhaltungswert des Buches bei.

Meiner Meinung nach hätte man die ganze Situation durchaus verzweifelter und dramatischer gestalten können und bis ganz kurz vor Schluss würde ich sogar sagen, dass in dem Buch das als "Thriller" gekennzeichnet ist, eigentlich keine erkennbare Spannung aufkommt.
Was mich an dem Schluss am meisten gestört hat, ist, dass man überhaupt nicht mehr erfährt, was denn mit dem Schicksal der anderen Leute ist, deren Verbleib am Ende nicht mehr geklärt wird. Zum Beispiel von den Angehörigen der Jugendlichen hört man nichts mehr und auch das Schicksal einiger der anderen Schüler bleibt ungewiss. Es hätte mich wirklich interessiert, was aus ihnen geworden ist und den Leser so in Unklarheit zulassen empfinde ich als keinen guten Abschluss für die Geschichte.


Trotz einem relativ dramatischen Ende kam die Spannung doch viel zu spät und man musste sich schon fast komplett durch den Rest des Buches lesen, bis wirklich interessant und spannende Aktionen begannen. 
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und hatte daher wohl auch relativ hohe Erwartungen, denen das Buch leider nicht gerecht werden konnte.


2,5/5



an den Loewe Verlag und lovelybooks!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen